Zeitpunkt und Länge


Zeitpunkt und Länge

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Schüleraustausch?

Ein Auslandsschuljahr wird meist in der 10. Klasse empfohlen. Generell vermitteln die meisten Organisationen nur Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Ältere Schüler werden an vielen Gastschulen nicht mehr aufgenommen. Dies liegt vor allem daran, dass man vorher für einen solchen Aufenthalt meist noch zu jung ist und später man sich schon in der Vorbereitungsphase für das Abitur befindet.

Unbedingt beachten: Da in Deutschland die gymnasiale Schulzeit nun in nahezu allen Bundesländern von neun Jahren (G9) auf acht Jahre (G8) verkürzt wurde, sind die jeweiligen Regelungen des Bundeslandes für eine Anerkennung des Auslandsaufenthaltes zu beachten.

Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:

Du bemühst dich entsprechend den Versetzungsrichtlinien des jeweiligen Bundeslandes um die Anerkennung deines Auslandsjahres. Solltest du eine 13-jährige Schulausbildung haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Auslandsaufenthalt in der 11. Klasse anerkannt wird. Oder du schiebst ein Austauschjahr zwischen der 10. und 11. Klasse ein und verzichtest damit auf eine Anerkennung des Auslandsschuljahres in Deutschland. Dann sollte dir vor Abschluss des Vertrages klar sein, ob du bereit bist, ein Jahr länger als üblich die Schulbank zu drücken und welche Kriterien du erfüllen musst, wenn es nicht dazu kommen soll.

Richtiger Zeitpunkt für den Schüleraustausch weltweit
Richtige Länge für den Schüleraustausch weltweit

Wie lange geht ein Schüleraustausch?

Von den meisten Organisationen werden wenigstens sechs Monate empfohlen. Bei kürzeren Aufenthalten hat man sich gerade erst eingewöhnt, Freunde gefunden und weiß sich zu verständigen – und gerade dann soll man schon wieder abreisen?! Für einen kürzeren Aufenthalt spricht natürlich, dass man an der Heimatschule nicht allzu viel versäumt und weniger aufholen muss.

Die Kosten sollten möglichst nicht das ausschlaggebende Kriterium sein. Für manche Länder ist der finanzielle Aufwand für ein ganzes Jahr ohnehin nur geringfügig höher als für ein halbes. Deshalb sollte man sich im Vorfeld bei verschiedenen Organisationen genau über die Preisunterschiede informieren. Gerade in Anbetracht teurer Flüge bietet ein ganzjähriger Aufenthalt meist das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Bist du dir dagegen unsicher, ob du wirklich gleich für ein ganzes Jahr fort gehen willst, ist es vielleicht sinnvoller, erst einmal sechs Monate einzuplanen – die allerdings zu Beginn des Schuljahres liegen sollten – und dann ggf. zu verlängern. In diesem Fall kann es aber sein, dass du einen Aufpreis zahlen musst. Dadurch wird dein Auslandsschuljahr letztendlich teurer, als wenn du gleich von Anfang an ein ganzes Jahr gebucht hättest.

Fazit

Ein Aufenthalt von einem ganzen Jahr scheint am ratsamsten zu sein. So kann man nach der Rückkehr in die Heimatschule wieder da „einsteigen“, wo man aufgehört hat. Dies ist besonders wichtig, wenn das Schuljahr im Gastland nicht wie bei uns im Spätsommer bzw. Herbst beginnt, sondern zum Beispiel im Januar (unter anderem in Australien), Februar (zum Beispiel in Brasilien und Neuseeland) oder April (in Japan).

Außerdem wird das Auslandsschuljahr so erst richtig wirkungsvoll: Die Sprachkenntnisse haben sich entscheidend verbessert, man ist an seinen persönlichen Erfahrungen gewachsen und hat die Kultur und Lebensweise im Gastland eingehend kennen gelernt.

Vorbereitung und Vorausetzungen für den Schüleraustausch weltweit
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Länderinformationen für den Schüleraustausch weltweit
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Agenturen für den Schüleraustausch weltweit
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