Informationen für Eltern
Dass man sich als Eltern Sorgen macht und auch Angst hat, wenn das eigene Kind für einen längeren Zeitraum in einem anderen, möglicherweise weit entfernten Land bleibt, ist ganz normal. Wichtig ist, dass man der Agentur und der Gastfamilie möglichst viel Vertrauen schenken kann.
Daher sollte man sich im Hinblick auf die Agentur folgende Fragen stellen:
- Sind ehemalige Kunden zufrieden?
- Wie viele Jugendliche werden pro Jahr von wie vielen Zuständigen betreut?
- Seit wann bietet diese Organisation Austauschprogramme an?
- Fand ein gutes und umfangreiches Beratungsgespräch statt?
- Und was hat man generell für einen Eindruck, selbst wenn dieser möglicherweise nicht an bestimmten Fakten festzumachen ist?


Tipps für Eltern
Keine Elternbesuche
Zu viel Kontakt zum eigenen Nachwuchs während dessen Auslandsschuljahr erschwert das Einleben in die neue Umgebung erheblich. Idealerweise werden die Eltern während der Abwesenheit ihres Kindes vom Veranstalter betreut, der zum Beispiel in bestimmten Abständen „Elternabende“ organisiert.
Manche Organisationen verbieten Elternbesuche während des Aufenthaltes sogar, um Komplikationen – auch zwischen den Eltern und der Gastfamilie – zu vermeiden. Möglicherweise bietet sich ein Besuch im Anschluss an die Zeit an.
Keine Kritik an Gastfamilien
Besteht ein direkter Kontakt zu den Gasteltern zum Beispiel per WhatsApp, E-Mail oder Skype, sollte man diesen niemals dazu nutzen, selbst noch so gut gemeinte Kritik an Erziehungsmethoden oder Lebensstil zu üben.
Mögliche Bedenken, zu wenig Einfluss auf das Kind und dessen Erziehung in dieser wichtigen Entwicklungsphase zu haben, sollten Sie ebenfalls beiseite legen, denn gerade das ist ja einer der Vorteile des Austauschprogramms: Die Jugendlichen lernen neue Lebensweisen und -konzepte kennen und werden so flexibler und offener gegenüber anderen Sichtweisen und Einstellungen.
Richtiger Umgang mit Verlustängsten
Es ist wenig ratsam, die Kinder und die Gastfamilie ihre Eifersucht, Verlustangst oder Traurigkeit spüren zu lassen, die sie vielleicht fühlen.
Hat man dagegen den Eindruck, es gäbe echte Probleme in oder mit der Gastfamilie, sollte man dies besser mit dem Veranstalter und den Betreuern vor Ort besprechen, die objektiver sind und direkt eingreifen können.
Unterstützung suchen
Im Internet gibt es verschiedene Foren, über die sich Verwandte von Austauschschülern informieren, gegenseitig beraten oder unterstützen und trösten können. Denn schließlich hat die zurückbleibende Familie nicht den Vorteil, sich mit Hilfe neuer Erfahrungen und Eindrücke ablenken zu können.
Vorteile nicht vergessen
Führen Sie sich ggf. die unbestrittenen Vorteile für Ihr Kind vor Augen:
- Es wird selbstständiger und selbstbewusster.
- Seine Sprachkenntnisse werden sich enorm verbessern.
- Ein Auslandsaufenthalt wird heutzutage von vielen Arbeitgebern als selbstverständlich vorausgesetzt.