Schüleraustausch in Südafrika

Südafrika-Steckbrief
Hauptstadt
Pretoria
Fläche
1.221.037 km²
Währung
Rand
Klima
trocken bis subtropisch-feucht
Staatsform
Parlamentarische Republik mit präsidialen und föderalen Elementen
Einwohner
ca. 56,5 Mio.
Sprache
Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, seSotho, SePedi, seTswana, siSwati, tshiVenda, xiTsonga
Botschaft der Republik Südafrika
Tiergartenstraße 18
10785 Berlin
Tel.: 030-220 730
berlin.consular@dirco.gov.za
www.suedafrika.org


Das Schulsystem in Südafrika
Bildung spielt in Südafrika eine sehr große Rolle. Die Schullaufbahn erstreckt sich über 13 Jahre – von der Vorschule bis zur 12. Klasse. Das Schulsystem ist in das General Education and Training (GET) von Schulstufe 0 bis 9 und das Further Education and Training (FET) mit den Schulstufen 10 bis 12 unterteilt. Die letzte Schulstufe wird auch „Matric“ genannt, da es das Jahr der „matriculation“ (Abitur) ist. Die Schulpflicht besteht für neun Jahre.
Das Schuljahr beginnt im afrikanischen Sommer, Ende Januar, und endet Anfang Dezember. Es ist, je nach Schule, in drei oder vier Terms unterteilt.
Der Unterricht beginnt ca. um 8 Uhr und endet gegen 14 Uhr. Die Schüler tragen meistens eine Schuluniform und sind in der Regel in Klassen eingeteilt, wobei die Klassenstärke über 40 Schüler umfassen kann. Im Allgemeinen werden sechs verschiedene Fächer vom Schüler gewählt. Im Unterricht wird Englisch gesprochen, aber Afrikaans oder eine andere afrikanische Sprache gehört zu den Pflichtfächern. Die Benotung erfolgt nach britischem Vorbild von A bis E (A = excellent und E = fail).
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Erfahrungsberichte
Nina verbrachte ein Jahr in Kapstadt, Südafrika.
Schon an meinem ersten Tag war mir klar: Kapstadt ist anders als alles, was ich je in meinem Leben gesehen hatte. Ich war so überwältigt von der perfekten Kombination an Dingen, die Kapstadt besaß. Strand und Meer, Berge und Wälder, riesige Gebäude und viele Menschen. ich dachte nur noch: „Yes, ich darf ein Jahr dort leben, wo andere nur Urlaub machen.“ Und das hat sich im Laufe des Jahres auch immer wieder bestätigt.
In der „mother city“, wie die Einheimischen Kapstadt nennen, kann man wirklich alles machen, was man will. Es gibt tausende kulturelle Angebote in der Stadt und der Umgebung. Es gibt so viel zu entdecken, dass es mir nicht einmal in einem ganzen Jahr langweilig werden konnte. Von Cape Town Carnival und Eislaufen im Hochsommer bis zu Quad Biking. Für Action ist in Kapstadt definitiv gesorgt.
Nicht außer Acht zu lassen ist aber auch die wunderschöne Natur, die Kapstadt zu bieten hat. Denn obwohl es sich um eine Megastadt handelt, die einige Millionen Einwohner hat, findet man immer ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen, zum Beispiel in den Bergen, in botanischen Gärten beim Picknicken oder beim Sonnenbaden am Strand.
Egal in welcher Stimmung man heute ist, in Kapstadt ist für jeden Geschmack etwas dabei und das faszinierte mich so daran.
Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Südafrika sehr multikulturell ist, und das fand ich auch super, denn das war einer der Gründe, warum ich nach Südafrika gehen wollte und nicht irgendwo anders hin.
Viele verschiedene Kulturen, Bräuche und Religionen kommen in Südafrika zusammen. Außerdem gibt es 11 offizielle Landessprachen. Ich befasste mich hauptsächlich mit zwei davon, Englisch und Afrikaans. Englisch, weil das jeder spricht und weil ich es in der Schule brauchte, und Afrikaans, weil meine Gastfamilie und Freunde es sehr oft sprachen und ich es automatisch einfach mitbekommen habe.
Meine Gastfamilie zählte zu den sogenannten „Coloureds“, was bedeutet, dass ihre Wurzeln in der niederländischen Koloniezeit liegen. Damals vermischten sich die einheimischen Südafrikaner mit den Niederländern, und daraus entstand auch die Sprache Afrikaans, die sehr stark ans Niederländische angelehnt ist.
Wenn man in Südafrika durch ein Einkaufszentrum läuft, sieht man so ziemlich jede Farbnuance, die in dieser Welt vertreten ist. Es gibt Weiße, Coloureds, Schwarze, Inder und so weiter.
Aber das war nicht immer so, früher durften all diese Leute nicht die gleichen Läden besuchen oder frei in jedem Ortsteil herumlaufen. Südafrika schaut auf die dunkle Vergangenheit der Apartheid zurück, der Unterdrückung aller, die nicht weiß waren.
Doch zum Glück konnte Südafrika diese Zeit überwinden und kann sich jetzt stolz die „Regenbogennation“ nennen.

Literatur- & Filmtipps
Filme
Red Dust – Die Wahrheit führt in die Freiheit (2004)
Drama mit Hilary Swank, Chiwetel Ejiofor u.a.
Sarafina! (1992)
Musicalkomödie mit Leleti Khumalo, Whoopi Goldberg u.a.
Tsotsi (2005)
Drama mit Presley Chweneyagae, Mothusi Magano u.a.